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Gruppendynamik

Die Gruppendynamik ist wissenschaftstheoretische umfassend erforscht. Es gibt verschiedene Ansätze, die die inhaltlichen Vorgänge der Gruppendynamik in ihrer Bedeutsamkeit umschreiben. Hier fallen vor allem die Ansätze in dem Phasenmodell von Bison und Shepard. Daneben gibt es noch das Grundannahmenmodell von Gruppen von Bion.
Dabei stehen sich die konkurrierenden Modelle in Dependenz und Interdependenz gegenüber.

Kierkegaard hatte Recht!

Während die Dependenz in den Kommunikationsmodellen nach Abwehr, Durchstehen und einer passenden Lösung sucht. Versucht die Interdependenz es mit einer Harmonisierung, Auflösung der Konflikte in Interessensgruppen und einer möglichen Konsensbildung. Beide kohärierende Modelle haben ihre Berechtigung, dürfen aber in der Gruppendynamik nicht gegeneinander ausgespielt werden. Denn jeder Seite vertritt berechtigte Interessen und such in der ihr eigenen Lösungsweise damit umzugehen und fertig zu werden. Es ist der kierkegaardsche Imperativ: das Dennoch und Trotzdem aushalten zu können. Denn sonst entsteht in der Gruppe Separation und Ausgrenzung. Ein Fehler, der in der Menschheitsgeschichte seit Menschengedenken immer wiederholt. Wenn Beides nebeneinander besteht, dann empfindet es die andere Gruppe als Bedrohung. “Was kann der friedlichste Nachbar in Frieden leben, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt.” Ein zutiefst menschlicher Existenzialismus, wie der von Sören Kierkegaard macht das Leben in den unterschiedlichsten Gruppen erträglicher. Das muss nicht heißen, dass es auch immer verstehbar ist. Aber dazu ist der Mensch Mensch, um das auszuhalten!

Müssen Widersprüche in der Gruppendynamik aufgelöst werden?

Gruppendynamische Prozesse ringen darum, dass Gegensätze, sie können auch einmal unüberwindlich und unüberbrückbar erscheinen (Antagonismen), auch einmal ausgehalten und ertragen werden. Das ist der Grundansatz der Toleranz. Ich muss es nicht immer verstehen, aber zumindest akzeptieren und respektieren!

Viele Methoden der Gruppendynamik

Ein Grundsatz der Gruppendynamik ist die Toleranz.

Ein Grundsatz der Gruppendynamik ist die Toleranz.

Um gruppendynamische Prozesse in Gang zu bringen, wurde im letzten Jahrhundert eine Vielzahl an Methoden entwickelt. Welche favorisiert wird, hängt meist mit der Ausbildung der Coachs für Gruppendynamik zusammen. Eine sehr bekannte Methode war die themenzentrierte Interaktion. Sie hatte genauso viele Freunde, wie auch Gegner. Unter Umständen konnte sie zu Lagerbildungen führen. Deshalb ist es sicherlich wünschenswert vor Beginn einer Orientierung mithilfe der Gruppendynamik über die passende Methode eins zu werden. Möglicherweise wird die Gruppe, die das wünscht, auch die eine oder andere Methode erst ausprobieren müssen.